Behindertensport News

thumb_disabled2009.jpgEine spannende und erfolgreiche Saison 2009 liegt hinter den deutschen WasserskifahrerInnen und der Abschluss wird ein Treffen der deutschen WasserskifahrerInnen in Halle vom  17.9. – 19.9.2009 sein, bei dem im Vordergrund steht, sich zu treffen, gemeinsam Ski zu fahren und einen Wettkampf auszutragen. Die Wettkampfsaison 2009 begann für  zwei Sportlerinnen mit dem 3-Runden-Slalom am FETZER-SEE (Bundesleistungsstützpunkt Süd) am 15.8.09. Gerda Pamler fuhr solide ihre drei Läufe mit einem hervorragenden Ergebnis von 4/40/18 Outercourse. (WR ist 1/43/18 Outercourse). Andrea Szabadi Heine konnte ihr Jahresziel erreichen und fuhr 1/40/18 Outercourse. Herzlichen Glückwunsch dazu.

Drei Tage später zogen drei deutsche SportlerInnen los nach Recetto/ Italien zu einem internationalen, europäischen Wettkampf (Eurotourstop). Die Bedingungen waren nicht leicht. Hitze bis 37 Grad, das Wasser sehr heiß... alle drei SportlerInnen zelteten außerdem auf dem Gelände. Unser Neuling Karsten Herold fuhr beim Training solide 37/14/ Innercourse, was er leider im Wettkampf nicht ganz umsetzen konnte. Herbert Winterl fuhr ein hervorragendes Ergebnis von 3 Bojen bei 34 kmh und 16 Meter Outercourse. Gezählt wird dies wie 3/58/16 Innercourse. Er wurde in seiner Klasse (MP2) Erster. Herzlichen Glückwunsch dazu Herbert. Andrea Szabadi Heine konnte noch einmal ihre gute Form bestätigen und fuhr 3/37/18  Outercourse erstmalig in einem offiziellen internationalen Wettkampf. Sie wurde bei den Damen Erste.

Dann gings´s für die beiden Herren zurück nach Deutschland und Andrea Szabadi Heine und ihr Mann Martin Heine zogen weiter Richtung Vichy/ Frankreich zur Weltmeisterschaft. Zugegebenermaßen mit gemischten Gefühlen. Es wurde schon seit einem Jahr gemunkelt, dass das Wasserskigelände dort sehr schwer und nicht optimal wäre. Wir entschieden uns trotzdem dazu, mitzumachen und Deutschland zu vertreten. Und es hat sich gelohnt, eine spannende, abwechslungsreiche Woche mit vielen emotionalen Hochs und Tiefs lag vor uns. Begonnen hat es mit einem Trainingset am Donnerstag vor der WM. Am Tag zuvor hat ein Boot den Slalom rausgerissen und sie haben die halbe Nacht den neuen Slalom eingebaut. Das Französische Team war schon da und trainierte vor uns. Der erste Lauf war dann gar nicht so schlecht, trotz Backwash, starken Wellen und Wind (zeitgleich fand ein Segelkurs statt) fuhr Andrea fast den Outercourse bei 37 Km/h durch, aber nach jeder Fahrt wurde das Backwash schlimmer und der Vergleich zu Rodeo fiel häufig.  Langsam trudelten die anderen Nationen ein und ihnen ging´s nicht besser. Keiner konnte seine aktuelle Leistung fahren. Langsam musste sich Andrea damit auseinandersetzen welche Strategie zu fahren ist. Da der Outercourse für sie bei solch Extrembedingungen noch nicht ganz stabil ist, entschied sich Andrea dafür im Vorlauf zwei Innercourse-Bahnen zu fahren und dann auf den Outercourse zu wechseln. Nachdem Sie im Innercourse erfolgreich 6 Bojen bei 40 und 43 Km/h gefahren ist fuhr sie hervorragende 4 Bojen bei 37 Km/h Outercourse bei Sturm und starken Wellen. Ihre Taktik war klug und sie qualifizierte sich damit für das Finale. Hier setzte sie alles auf eine Karte und fuhr den ersten Pass 40 Inner um danach bei Gegenwind den 37 Outercourse zu wagen. Ihr gelang ein super Lauf. Die ersten fünf Bojen flogen an ihr vorbei und dann fuhr sie auf die sechste Boje drauf. Sie wurde abgesetzt und ein 10 minütiges Bangen begann, da die Judges mehrmals das Video studieren mussten. War die sechste Boje in oder out?  Und dann nach langem Bangen die Einigung. Leider nur fünf bei 37 Bojen. Nun wars der Dritte Platz (mit 4 Bojen unter der Weltmeisterin Delphin le Sausse). Schade war´s, aber Andrea konnte mit ihrer Leistung sehr zufrieden sein. Herzlichen Glückwunsch zum Dritten Platz auf der WM. Eine sehr gute Leistung konnte sie auch beim Trick mit 660 Punkten zeigen und verfehlte nur um 40 Punkte Platz drei. Insgesamt 47 StarterInnen aus 18 Nationen  kämpften um die WeltemeisterInnen Titel. Die Weltmeisterschaften im Bereich disabled werden in Behinderungsklassen unterschieden, es gibt keine Altersklassen.

Es gibt folgende Behinderungsklassen:

Sitzende Personen haben die Klasse MP 1/2/3 männlich / weiblich

Arm und Bein betroffene Personen   AL 1 + 2

Arm      A

Bein      L

Sehbehinderung     V1 und V23

Speziell in den Behinderungsklassen MP 2 und MP 3 starten recht viele WasserskifahrerInnen, was natürlich für einen spannenden Wettkampf sorgt. Speziell in Vichy war unter anderem auch durch das wechselhafte Wetter in den Vorläufen die Spannung sehr hoch und es gab die eine oder andere Überraschung. Genaue Platzierungen unter: http://waterski.online.fr/competition.php?cc=D-09FRAD001&page=all_skiers_list.

Insgesamt war es eine sehr gelungene und erfolgreiche Woche für die deutsche Starterin. Neben dem sportlichen Wettkampf ist es natürlich auch ein geselliger und netter Austausch zwischen den Nationen von dem alle Nationen profitieren können. Leider scheint die Tendenz der SportlerInnen aber rückläufig zu sein. Es wäre schön, wenn zukünftig wieder mehr Deutsche auf die Weltmeisterschaft gehen würden.

Bis zur WM 2011. 

September 2009 Martin Heine

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