Behindertensport News

thumb_laura_8499_1.jpgWasserskifahren für Rollstuhlfahrer? Geht das wirklich? Das fragten eher die Eltern und Begleitpersonen. Die Jugendlichen selbst machten sich darüber weniger Gedanken - sie waren einfach nur gespannt und wollten so schnell wie möglich in den See, um das Wasserskifahren auszuprobieren. Sieben jugendliche Rollstuhlfahrer hatten bei dem Gewinnspiel der Firma Medical Service  mitgemacht bzw. sich beworben und einen Teilnahmeplatz für das Wasserskicamp am Fetzersee bei Günzburg gewonnen.


Bei strahlendem Sonnenschein ging es dann am 13. Juli los. Gegen Mittag trafen die Teilnehmer ein und wurden von der Wasserskiexpertin Gerda Pamler  erst einmal mit dem passenden Material versorgt. Neoprenanzug, Schwimmweste, Monoski und Sitzschale - alles muss perfekt sitzen. Nebenbei beantwortete Gerda bereits erste Fragen und die Teilnehmer und Betreuer lernten sich anschließend bei einem gemütlichen Imbiss kennen.
thumb_lukas_8467_1.jpg Alle warteten gespannt, bis Gerda die Startliste vorlas und jeder hoffte natürlich sobald wie möglich ins kühle Nass zu kommen. Dies lag zum einen an der Vorfreude, zum anderen aber auch an den sommerlichen Temperaturen von über 30 Grad. Während die einen im Wasser erste Erfahrungen mit dem Wasserski und der Zugkraft machten, schauten die anderen gebannt vom Ufer zu. Gar nicht so einfach der Start aus dem Wasser. Aber mit der gekonnten Unterstützung von Gerda, Andrea und Martin konnten alle Teilnehmer bereits am ersten Tag den Wellenritt auf dem Wasser genießen. Gegen Abend tauschten die Teilnehmer ihre Erlebnisse bei einem gemeinsamen Grillabend aus.
Am nächsten Tag fuhren einige schon ohne Hilfestellung Wasserski. So auch Xenia: "Am Anfang musste Gerda meinen Ski noch halten, damit ich das Gleichgewicht nicht verliere. Aber als ich das dritte Mal fuhr, schaute ich kurz auf die Seite und als ich wieder zu Gerda schaute, war sie auf der anderen Seite des Bootes und winkte mir zu. Dann fuhr ich alleine weiter. Mit Gerda Wasserski zu fahren war echt toll!"
Mittags stärkten sich die Teilnehmer mit einer zünftigen "Brotzeit", bevor es in die zweite Runde ging. Während sich die einen im Wasser tummelten, entspannten sich die anderen beim Karten spielen oder lesen. Manche genossen auch einfach die warmen Sonnenstrahlen und schauten den Teilnehmern beim Ski fahren zu. Von den sportlichen Leistungen ihrer Kinder waren auch die Eltern begeistert. Und der Austausch mit anderen Betroffenen sorgte für regen Gesprächsstoff. Vor allem, dass Gerda den Kindern und Jugendlichen vorlebt, wie viel man trotz Behinderung erreichen kann, imponierte den Eltern.
Am letzten Tag packte einige noch der Ehrgeiz und auch der Start aus dem Wasser sollte unbedingt alleine gelingen. Die Freude war groß, als es nach mehrmaligen Versuchen tatsächlich klappte. So auch bei Laura: "Am besten war, als ich es geschaffte habe, alleine zu starten. Da hab ich mich so super gefühlt".
Auch wenn die Arme weh taten, sollte der Tag eigentlich gar nicht zu Ende gehen. Die drei Tage waren wie im Flug vergangen und natürlich war das Wochenende viel zu kurz. Alle Jugendlichen waren sich einig, dass sie bestimmt nicht zum letzten Mal Wasserski gefahren sind.
Dem Medical Service Team hat das Wochenende sehr viel Spaß gemacht und wir möchten hier noch mal die sportlichen Leistungen der Teilnehmer loben. Unser besonderer Dank gilt Gerda und ihren Helfern Andrea, Martin und Klaus-Peter, ohne die das Wasserski-Camp nicht so erfolgreich gewesen wäre.
Wer weiß, vielleicht gibt es ja ein zweites Medical Service Wasserski-Camp...

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